Wer zum ersten Mal nach Los Angeles reist, landet früher oder später bei derselben Frage: Santa Monica oder Venice Beach?
Die gute Nachricht: Du kannst eigentlich nichts falsch machen. Die noch bessere Nachricht: Du musst Dich gar nicht entscheiden.
Denn obwohl die beiden Strände nur wenige Minuten voneinander entfernt liegen, könnten sie unterschiedlicher kaum sein. Genau dieser Kontrast macht einen Besuch so spannend.
Santa Monica: Das Kalifornien aus dem Bilderbuch
Santa Monica ist für viele Besucher genau das, was sie sich unter Südkalifornien vorstellen. Breite Sandstrände, Palmen, Radwege und der berühmte Santa Monica Pier mit seinem Riesenrad.
Hier endet die legendäre Route 66. Gleichzeitig beginnt für viele Reisende ihr erstes echtes Kalifornien-Erlebnis. Menschen fahren mit dem Fahrrad am Strand entlang, Familien spazieren über den Pier und irgendwo spielt fast immer jemand Musik.
Trotz seiner Bekanntheit wirkt Santa Monica überraschend entspannt. Die Third Street Promenade lädt zum Bummeln ein, die Restaurants sind gut besucht, aber selten hektisch, und selbst an belebten Tagen verteilt sich alles angenehm entlang des breiten Strandes.
Besonders schön wird es am Abend. Wenn die Sonne langsam im Pazifik versinkt und sich die Lichter des Piers einschalten, entsteht genau diese Atmosphäre, die man sonst nur aus Filmen kennt.
Fun Fact: Der ursprüngliche Muscle Beach entstand tatsächlich in den 1930er Jahren direkt in Santa Monica. Hier begann die Fitness-Bewegung, lange bevor Arnold Schwarzenegger oder Venice Beach weltberühmt wurden.
Venice Beach: Bunt, kreativ und manchmal ein bisschen verrückt
Kaum verlässt man Santa Monica Richtung Süden, verändert sich die Stimmung.
Venice Beach fühlt sich freier, lauter und oft auch etwas chaotischer an. Auf der berühmten Ocean Front Walk Promenade trifft man Straßenkünstler, Musiker, Skater, Bodybuilder und Menschen, die scheinbar keinem festen Plan folgen.
Genau das macht den Reiz aus.
Während Santa Monica eher geschniegelt wirkt, lebt Venice von seiner Kreativität. Graffitis, kleine Läden, Kunstprojekte und spontane Straßenauftritte sorgen dafür, dass man hier selten zweimal denselben Spaziergang erlebt.
Natürlich gehört auch der heutige Muscle Beach zu Venice Beach. Noch immer trainieren hier Sportler unter freiem Himmel, während Besucher stehen bleiben und zuschauen.
Venice hat sich in den vergangenen Jahren verändert und ist längst nicht mehr das Hippie-Paradies der 1960er Jahre. Trotzdem ist der besondere Geist des Viertels noch immer spürbar. Vielleicht nicht mehr ganz so rebellisch wie früher, aber immer noch angenehm anders.
Die ruhige Seite von Venice
Viele Besucher sehen nur die Promenade und verpassen einen der schönsten Bereiche des Viertels.
Nur wenige Minuten vom Strand entfernt liegen die Venice Canals. Kleine Brücken, gepflegte Häuser und schmale Wege entlang der Kanäle schaffen eine Atmosphäre, die mit dem Trubel an der Strandpromenade kaum etwas gemeinsam hat.
Plötzlich wird es ruhig. Enten ziehen durch das Wasser, Anwohner sitzen auf ihren Terrassen und man vergisst fast, dass man sich mitten in Los Angeles befindet.
Gerade dieser Kontrast macht Venice so interessant.
Santa Monica oder Venice Beach? Am besten beide!
Die ehrliche Antwort lautet: Beide.
Santa Monica zeigt die entspannte, klassische Seite Kaliforniens. Venice Beach steht für Kreativität, Individualität und ein bisschen kontrolliertes Chaos.
Zusammen ergeben sie ein erstaunlich komplettes Bild vom kalifornischen Küstenleben.
Deshalb lohnt es sich, beide Orte an einem Tag zu besuchen. Vormittags entspannt am Santa Monica Pier entlanglaufen, nachmittags das bunte Treiben in Venice erleben und zum Sonnenuntergang wieder zurück an den Strand.
So spürt man am besten, warum diese beiden Nachbarn zu den beliebtesten Orten in ganz Los Angeles gehören.
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